osz-gegen-rechts.de

Im Sommer 2009 begann die RAA Berlin in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit Berlin mit Unterstützung des Integrationsbeauftragten im Rahmen des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus das dreijährige XENOS-Projekt „Berufsbildende Träger und Schulen für Demokratie, Gleichwertigkeit und Pluralismus“. Das Vorhaben hat zwei wesentliche Bereiche der beruflichen Bildung in Berlin im Blick: die 40 Berliner Oberstufenzentren (OSZ), die von ca. 90.000 Schüler/innen besucht werden, und freie Träger, die Ausbildungen für ca. 30.000 Jugendliche in der beruflichen Bildung anbieten.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen zwei Gruppen von Jugendlichen. Erstens sind dies „herkunftsdeutsche“ Jugendliche, die für die Übernahme rechtsextremer Ideologiesegmente (Autoritarismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Pro-Nazismus und Nationalismus) besonders gefährdet sind. Die zweite Gruppe sind Jugendliche mit Migrationshintergrund, die auf andere Weise ebenfalls gefährdet sind, demokratische Werte abzulehnen und antisemitische und andere abwertende Positionen zu übernehmen bzw. schon übernommen haben.

Anliegen des Projekts ist es, durch die Förderung einer demokratischen Kultur in den Berliner OSZ und Einrichtungen der beruflichen Bildung rechtsextreme Einstellungen zurückzudrängen und rechtsextreme und diskriminierende Thesen zu widerlegen. Die Stärkung von demokratischem und gleichwertigem Denken und Handeln ist das Ziel.

Auf die Problemlagen der oben skizzierten Jugendgruppen und Einrichtungen reagiert das Projekt mit unterschiedlichen Ansätzen. So besteht das Unterstützungssystem für die Berliner OSZ und die freien Träger in der beruflichen Bildung aus den drei Handlungsfeldern:

  • „Rechtsextremismusprävention in der Beruflichen Bildung“,
  • „Für Vielfalt und Respekt in der beruflichen Bildung“ und
  • „Demokratische Kultur in Schule und Ausbildung“.

Das Xenos-Vorhaben orientiert sich an Erfahrungen aus einem Vorlaufprojekt an Berliner OSZ. Hier haben sich spezifische Handlungsfelder gegen Rechtsextremismus als wesentlich erwiesen, die u.a. auch in dem neuen Projekt zum Tragen kommen.

 

 

Die Arbeitsformen des von 2009 bis 2012 laufenden Projektes sind:

  • Fortbildungen für Lehrer/innen, Pädagog/innen und Ausbilder/innen
  • Seminare für Schüler/innen und Auszubildende
  • Unterstützung für Schülervertreter/innen und Mitglieder von Jugendauszubildendenvertretungen
  • Aktionen und Veranstaltungen an OSZ und Einrichtungen der beruflichen Bildung
  • Strategieentwicklung an Modell-OSZ und an Einrichtungen der beruflichen Bildung Vernetzung aller Beteiligten
  • Argumente und Materialien gegen rechtsextreme und diskriminierende Parolen

Zusätzlich wird in den Einrichtungen der beruflichen Bildung „best practise“ entwickelt und auf der Projektwebsite www.osz-gegen-rechts.de dokumentiert. Dort finden sich auch Argumentationshilfen, pädagogisches Material und Hilfen für die Arbeit der Schülervertretung.

Aktuelles

Aktualisiert: Kennzeichen und Symbole der rechtsextremen Szene [mehr]

Dokumentation: OSZ Lotis - Der Weg zu einer „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ [mehr]

Vorbereitung der Wahlen zur Schülervertretung [mehr]

 

In Kooperation mit

Mit Unterstützung von